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Gedicht: Salome in Nampula

Weltwärts in Mosambik: O Bom Samaritano

Das folgende Gedicht ist Salomes Abschlussdokumentation über ihren weltwärts-Einsatz in Mosambik.

 

Du machst Dich los in Ungewissheit

Unbehagen macht sich in Dir breit.

Was erwartet mich, was wird kommen?

Fragst Du Dich schon ganz bekommen.

 

Entwurzelt in einem anderen Land,

liegen die Dinge nicht mehr in Deiner Hand.

Das Bekannte ist hier wenig wert,

Die Welt steht Kopf, ist so verkehrt.

 

Manch Misserfolg verletzt den Stolz

Wie eine Feile auf weichem Holz

Doch das war der größte Preis,

Zu erkennen, dass ich nur wenig weiß.

 

So unterschiedlich wie Tag und Nacht

Was in Dir einen Zweispalt entfacht.

Was ist falsch und was ist richtig,

Was ist wichtig, was ist nichtig.

 

In Afrika ist ein großer Wert,

das man die Familie ehrt,

jeder stellt sich so zurück,

dass die Gruppe findet ihr Glück.

 

Jeder wird miteinbezogen

Konsequenzen für alle bewogen

Man teilt und bringt sich so mit ein

Das sollte selbstverständlich sein.

 

Man erwartet hier Eigenverantwortung

In Deutschland ist man Indiviuum

Man muss sich versorgen, schaut nur auf sich,

ich, meiner, mir und mich.

 

Als Einzelperson geht man so durch die Welt

Tut und lässt was einem gefällt.

Die Dazugehörigkeit zu einer Gruppe, einem Verband,

liegt ganz gewiss in meiner eigenen Hand.

 

Lernen ist nun mein größtes Ziel

Ich stehe zurück, beobachte viel

Und Stück für Stück erkenne ich,

diese Erfahrungen prägen mich.

 

Schätze sammeln, neu entdecken

Alte Werte neu erwecken,

bekommen einen anderen Sinn,

dies ist für mich ein Neubeginn!

 

Es ist Zeit Altes zu entsorgen,

sich vorzubereiten auf Morgen

und zu stehen in Festigkeit

auf Herausforderungen bereit.

 

Ich bin gewiss ein Sturm wird kommen,

früher war ich ganz benommen.

Doch nun ist er fest mein Schritt,

denn mein Gott geht mit mir mit.